Poolchemie richtig anwenden

Damit Sie Ihren eigenen Pool in vollen Zügen genießen können und der Badespaß im wörtlichen Sinne nicht getrübt wird, ist neben der Reinigung mit Filteranlage und Poolsauger der Einsatz von chemischen Pflegemitteln zur Wasserreinigung unverzichtbar. Sowohl natürliche Einflüsse wie Blätter oder Bakterien, aber auch organische Rückstände wie Hautschuppen oder Schweiß können das Wasser verunreinigen. Chlor ist dabei ein bewährtes Mittel, da es Keime und organische Verunreinigungen zuverlässig beseitigt. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, wie Sie Poolchemie richtig anwenden und worauf dabei besonders zu achten ist.

1. pH-Wert messen

Bevor mit dem Einsatz von Chlor begonnen werden kann, muss der pH-Wert des Wassers stimmen. Denn davon hängen bei vielen chemischen Pflegemitteln die Wirkungen ab. Demnach sollte der pH-Wert idealerweise zwischen 7,0 – 7,4 liegen. Hierzu können Sie handelsübliche Messstreifen* verwenden. Liegt der gemessene Wert nicht in diesem Bereich, so können Sie im Fachhandel pH-Senker und pH-Heber kaufen, um den Wert  zu steuern. Auch eine Frischwasserbefüllung erhöht automatisch den pH-Wert des Wassers.

2. Pool mit Chlor reinigen

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Damit sich Bakterien und Keime in Ihrem Pool nicht vermehren, sollten Sie Ihrem Wasser nun regelmäßig Chlor zufügen, um es zu desinfizieren. Wichtig ist zunächst, dass die Wirkung des Chlors vom pH-Wert des Wassers abhängt. Also sollten Sie diesen, wie oben bereits erwähnt, kontrollieren. Die Dosierung des zuzuführenden Chlors hängt dabei immer von der Art und Zusammensetzung des Chlors ab, welches Sie verwenden. Zum Einsatz kommen üblicherweise folgende Arten von Chlor in Frage:

Granulat

Diese lösen sich direkt nach Hinzugabe in das Wasser auf und entfalten relativ schnell ihre Wirkung. Die Handhabung ist dabei je nach Art und Konsistenz unterschiedlich. Oftmals gibt es Chlorgranulate in Dosen, bei der dann die gewünschte Menge einfach bei laufender Filteranlage in das Beckenwasser gestreut wird. Chlorgranulat eignet sich besonders für die Neubefüllung des Pools. Auch wenn es man schnell gehen soll, z. B. bei vernachlässigter Reinigung oder zu Beginn der Badesaison, ist Chlorgranulat auf Grund der schnellen Wirkung zu empfehlen. Zu beachten ist jedoch, dass Sie regelmäßig, am besten täglich, den Chlorgehalt des Wassers messen. Dieser sollte zwischen 0,5 bis 1,0 mg/l liegen.

Chlortabletten

Beim Einsatz von Chlortabletten entfällt die tägliche Messung, da die Wirkung über einen längeren Zeitraum anhält. Die Tabletten sollten nie direkt in den Pool gegeben werden, da es z. B. zu Ausbleichungen führen kann. Geben Sie die Chlortablette daher in den Skimmer oder in einen Dosierschwimmer*. Chlortabletten eignen sich also für die Dauerdesinfektion des Wassers über mehrere Tage oder Wochen und sind daher eine der beliebtesten Lösungen, wenn es um die chemische Poolreinigung geht.

3. Algenbildung verhindern mit Algizid

Trotz einer guten und regelmäßigen Reinigung mit Filter, Poolsauger und Poolchemie kann es auftreten, dass sich Algen im Pool bilden. Dies zeigt sich durch einen Grünschleier an den Beckenrändern. Das passiert dann zwar selten, kann aber durch die Hinzugabe von Algizid verhindert werden.

Fazit

Beim Einsatz von Chlor zur Wasserreinigung gibt es also einige Dinge zu beachten. Zunächst muss der pH-Wert stimmen, der in der Regel zwischen 7,0 und 7,4 liegen sollte. Weiter gilt es zu entscheiden, ob man eine kurz- oder langfristige Lösung sucht. Da eignen sich dann entweder Chlorgranulat, oft als kurzfristige Möglichkeit, oder Chlortabletten, um das Wasser über mehrere Wochen konstant zu desinfizieren. Beachten Sie dabei stets die Anwendungsbeilagen der jeweiligen Produkte, da die Dosiermengen variieren. Wenn Sie das beherzigen, sollte einem ungetrübten Badespaß nichts im Wege stehen! Möchten Sie ganz auf Chlor verzichten, haben wir Ihnen hier einige Chlor-Alternativen zusammengefasst.